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17.05.2012 02:32 GMT
   
 
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Forex Report per 22.02.2012‏

Von   |  Forex  |  22.02.2012 10:09 GMT  |  Ein Kommentar hinzufügen
 
Der Euro eröffnet heute (07.40 Uhr) bei 1.3240, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Tiefstkurse im europäischen Handel bei 1.3200 markiert wurden. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 80.05. In der Folge notiert EUR-JPY bei 105.95, während EUR-CHF bei 1.2075 oszilliert.

Griechenland ist zunächst beordnet, aber Hellas bleibt dennoch im Fokus. Die Augen richten sich jetzt auf die Umsetzung der noch nicht verabschiedeten Reformgesetze im Parlament. Wesentlich ist darüber hinaus, dass der freiwillige Schuldenschnitt das angezielte Volumen erreicht. Zuversicht ist hier geboten. Die Einlassungen seitens des IIF lassen keine andere Deutung zu. Der Markt bleibt jedoch skeptisch.

Für den Fall, dass die Annahmebereitschaft unter 66% bei dem freiwilligen Schuldenschnitt liegt, bereitet das griechische Parlament ein Gesetz vor, dass die privaten Gläubiger zwingen würde, den Schuldenschnitt und Anleihetausch anzunehmen. Eine derartige Wendung hätte noch einmal
eine Zuspitzung zur Folge, da Ratingagenturen sich dann dem Thema „freiwilligen Schuldenschnitt“ in ihrer Bewertung verweigern würden.

Gestern kursierten „Gerüchte/Nachrichten“ über eine vertrauliche Analyse seitens der Troika. In dieser Analyse soll vor dem Risiko wieder steigender Schulden in Griechenland gewarnt worden sein. Die wirtschaftliche Genesung würde Jahre in Anspruch nehmen, heißt es. Wir nehmen diese Meldungen zur Kenntnis und fragen uns, was an diesen Sichtweisen neu ist.
Allen Beteiligten ist bewusst, dass Griechenlands Position fragil ist. Daraus eine „pulsierende“ Schlagzeile zu produzieren, erscheint uns bezüglich des Informationsgehalts ambitioniert.

Die Fragilität gilt übrigens nicht nur für den fiskalischen und ökonomischen, sondern insbesondere auch für den politischen Sektor bezüglich der anstehenden Wahlen. Um gesellschaftspolitische, ökonomische und fiskalische Stabilität für Griechenland, aber auch für die Eurozone und Europa zu gewährleisten ist eine Art „Marshallplan“ unumgänglich. Diesbezüglich sind die Einlassungen von US-Präsident Obama sachlich richtig. US-Präsident Barack Obama hat die Einigung auf ein neues Griechenland-Hilfsprogramm begrüßt, zugleich aber weitere Schritte angemahnt, um die Staatsschuldenkrise in Europa dauerhaft einzudämmen.

Wer glaubt, dass die aktuellen Maßnahmen bereits eine umfassende Lösung darstellen, der irrt. Der beschrittene Weg ist richtig, es liegt aber noch Wegstrecke vor uns. Diese Wegstrecke hat maßgeblich mit Konjunkturimpulsen und Veränderung der völlig zerstörten Zuversicht der
Wirtschaftssubjekte in Griechenland zu tun.

Einige der Kollegen bemühen sich wie gewohnt, das Griechenlandprogramm schon jetzt zu zerreden und damit eine negative Marktpsychologie zu beflügeln. Wir empfehlen diesen Damen und Herren, sich einmal mit der Frage der Qualität von öffentlicher Neuverschuldung auseinanderzusetzen.
Es gibt konsumtive und investive Neuverschuldung. In den USA und Japan ist die Neuverschuldung sehr hoch und tendenziell konsumtiv. In der Eurozone ist sie im Vergleich deutlich niedriger und tendenziell investiv, da hier
Reformen umgesetzt werden, die unproduktive Teile der Ökonomie eliminieren und mittelund langfristig das Potentialwachstum erhöhen.
Wir sind in Bremen erstaunt, dass diese hochbrisanten Unterschiede von der „Elite“ der deutschen Ökonomen, aber auch der Medien so sträflich vernachlässigt wird ….. „Food for thought!“

Wenden wir uns der Konjunkturfront zu:
Der von HSBC berechnete „Flash“-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende/produzierende Gewerbe legte per Berichtsmonat Februar von zuvor 48,8 auf 49,7 Punkte zu und markierte den höchsten Wert seit vier Monaten. Das freut uns. Noch mehr freut uns, dass der offizielle Einkaufsmanagerindex Chinas per Januar bereits oberhalb der zwischen Wachstum und Kontraktion unterscheidenden Marke von 50 Punkten steht.

Der „Chicago Fed National Activity Index” (Sammelindex aus 85 Einzelindices der gesamten USWirtschaft) stellte sich per Berichtsmonat Januar auf +0,22 Punkte und markierte den höchsten Wert seit März 2011. Der Vormonatswert wurde drastisch von +0,17 Punkten auf +0,54 Zähler revidiert. Diese drastische Revision impliziert, dass der Konjunkturverlauf in den USA aller
Voraussicht bisher unterschätzt wurde. Wir schließen auch für den Berichtsmonat Januar nicht aus, dass es zu einer markanten Revision kommen wird.

Der aussagefähigere 3-Monatsdurchschnittwert nahm von +0,06 auf +0,14 Punkte zu und steht damit den zweiten Monat in Folge auf positivem Terrain. Hier wurde das höchste Niveau seit Januar 2011 erreicht.

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Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den EUR gegenüber dem USD favorisiert. Ein nachhaltiges Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1.2940 – 1.2970 neutralisiert den positiven Bias des Euros. 

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