Im Finanzbereich gibt es verschiedene Märkte, in die der Kunde sein Kapital investieren kann. Hierzu zählt zum Beispiel der Aktienmarkt, der Rentenmarkt, oder auch der Immobilienmarkt.
Der Markt, wo Devisen gehandelt werden, wird auch als Devisenmarkt bezeichnet.
Umgangssprachlich werden Devisen oftmals mit Sorten verwechselt, weil viele Kunden mit Devisen ausländisches Bargeld meinen. Allerdings handelt es sich bei Devisen um Buchgeld oder Geld in Form von Wechseln und Bankguthaben, also kein Bargeld. Der Devisenhandel hat inzwischen weltweit enorme Ausmaße angenommen und ist gemessen am durchschnittlichen täglichen Umsatzvolumen der größte Finanzmarkt der Welt. Im Gegensatz zum Aktienhandel findet der Devisenhandel nicht an bestimmten Orten statt, sondern durch die Vernetzung der Computersysteme weltweit und zu jeder Zeit. In der Fachsprache wird der Devisenmarkt auch als Forex Market (Foreign Exchange Market) bezeichnet.
Devisen werden immer nur in Paaren gehandelt, also im Prinzip nur getauscht. Möchte man beispielsweise US-Dollar erwerben, muss man dafür im Gegenzug Euros verkaufen.
Die weltweit mit Abstand am meisten gehandelten Devisen sind der US-Dollar, der Euro, der Schweizer Franken, das Britische Pfund und der Japanische Yen, wobei das Paar US-Dollar gegen Euro einen Markanteil von über 50 Prozent hat.
Wenn man sich dazu entschlossen hat, in den Devisenhandel einzusteigen, kann man dieses nicht direkt tun, sondern muss dazu einen Auftrag erteilen. Daher gibt es die Devisenhändler, die eine explizite Zulassung zum Devisenhandel haben müssen. Oftmals sind diese Personen bei einem so bezeichneten Forex Broker beschäftigt. Dabei handelt es sich um ein Finanzunternehmen, dass im Auftrag des Kunden am Devisenhandel auf dem Forex Market teilnimmt und dort Kauf- oder Verkaufsorders platziert.
Inzwischen gibt es einige Forex Broker, von daher lohnt es sich für den Kunden sicherlich, die Angebote miteinander vergleichen. Am Aktienmarkt ist es üblich, dass der Kunde für eine Transaktion eine bestimmte Gebühr bezahlt, welche auch als Kommission bezeichnet wird. Beim Forex Handel ist dieses allerdings nicht üblich, da die Geld/Brief Spanne hier äußerst gering ist und kleinere Differenzen von den Banken und Händlern ausgeglichen werden. Da sich die verschiedenen Forex Broker also hinsichtlich der Kosten nahezu kaum unterscheiden, muss man andere Kriterien suchen, um die Angebote sinnvoll vergleichen zu können.
Ein Merkmal könnte hier der so genannte Leverage sein. Der Leverage (auch als Hebel bezeichnet) ist die Sicherheitsleistung, die der Kunde für ein zu tätigendes Geschäft beim Händler hinterlegen muss bzw. das Verhältnis von Sicherheitsleistung zum Gegenwert der Transaktion.
Grundsätzlich verlangen viele Forex Broker eine Mindesteinlage, die stets auf dem dort geführten Währungskonto vorhanden sein muss.
Die Margin-Sätze (Leverage) bewegen sich je nach Anbieter übrigens zwischen 0,5 und 3 Prozent. Das bedeutet, wenn der Kunde beispielsweise Euro gegen Dollar im Wert von 50.000 Euro tauschen möchte, muss er bei einem Hebel von einem Prozent 500 Euro als Sicherheitsleistung hinterlegen.
Die Höhe des Margin-Satzes ist von Broker zu Broker unterschiedlich und daher sicherlich ein Auswahlkriterium, da ein niedrigerer Satz für den Kunden natürlich positiver ist, da er weniger Liquidität zur Verfügung haben muss.
Neben der Höhe des Hebels, gibt es noch weitere Kriterien, anhand derer man den "richtige" Forex Broker auswählen kann. Eine wichtige Rolle spielt sicherlich auch die "Mundpropaganda", d.h., wie sind die bisherigen Erfahrungen anderer Kunden hinsichtlich Leistung, Service und Qualität des Händlers.
Ein wichtiger Aspekt ist es zudem darauf zu achten, dass die Einlagen des Kunden vom Forex Broker vor Betrug geschützt werden und getrennt von den Betriebseinlagen gehalten werden.
Auch die Schnelligkeit der Auftragsausführung spielt sicherlich eine große Rolle bei der Entscheidung, welchen Forex Broker man auswählen soll.
Winfried Strauss
www.devisenhandel-forex.de
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