Bei der derzeit hohen Marktvolatilität ergeben sich für einige Währungen und Rohstoffe neue Rekordkurse, die bereits seit dem vergangenen Jahr nicht erreicht wurden. Beispielsweise fiel der USD am gestrigen Handelstag fast auf sein niedrigstes Niveau innerhalb eines Jahres, nachdem die Kurse an den globalen Aktienbörsen anstiegen. Auch der Goldpreis überrascht jüngst die Märkte mit einem kontinuierlichen Aufwärtstrend: Zum ersten Mal seit März 2008 stieg der Rohstoff bis über die Marke von $1000.
Der US-Dollar fiel am Dienstag fast bis auf ein neues Jahrestief gegenüber dem EUR. Insgesamt verlor die US-Währung gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen angesichts einer gesteigerten Risikobereitschaft seitens der Anleger. Diese wurde ferner von positiv ausgefallenen Konjunkturdaten aus Deutschland und Großbritannien gestützt. In Krisenzeiten wird der US-Dollar von den Marktteilnehmern in der Regel als Safe-Haven-Währung betrachtet, die mit Anzeichen weltwirtschaftlichen Aufschwungs Abwärtstendenzen einschlägt.
Die europäische Gemeinschaftswährung erreichte gestern ein neues Rekordhoch zum US-Dollar, als die französische Regierung ihre Prognose für einen Anstieg der nationalen Industrieproduktion ausgab und damit die Nachfrage nach gewinnträchtige Anlagen aktivierte. Darüber hinaus erweiterte der EUR seine Kursgewinne zum Dollar angesichts steigender Aktien- und Rohstoffkurse. Zum Yen machte Europas Währung zum 5. Tag in Folge Boden gut. Laut der Prognose von Investoren soll das Verbrauchervertrauen in Japan von zuvor 39,7 Punkten im Juli auf 40,2 Punkte im August klettern, was gestern die Nachfrage nach gewinnträchtigeren sowie risikoreichen Anlagen in die Höhe trieb.
Der japanische Yen kletterte gestern gegenüber EUR und USD in die Höhe. Zuvor wurde berichtet, dass die industrielle Produktion in Großbritannien laut Wirtschaftswissenschaftlern im Juli in einem langsameren Tempo gestiegen sei, als bei ihrer Vormessung. Händler sahen den Yen als geeignete Zufluchtswährung. Des Weiteren wurde der Yen durch Japans Leistungsbilanzüberschuss gestützt, der sich im Jahresvergleich auf 1,27 Billionen Yen ($13,7 Mrd.) reduzierte.
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