Der US-Dollar stabilisierte sich am Dienstag angesichts fallender Aktienkurse an der Wall Street, was die Anleger dazu veranlasste, vermeintlich risikoreiche Währungen zu meiden. Trotz überraschend verheißungsvollem ISM-Index, des verarbeitenden Gewerbes (August), reagierte der Aktienmarkt nur kurzfristig positiv und drehte anschießend deutlich ins Minus. Die US-amerikanische Währung profitierte von dieser Entwicklung.
Gegenüber einem Großteil seiner Gegenwährungen verbuchte der US-Dollar gestern Kursgewinne, nachdem fallende Kurse an den amerikanischen Aktienmärkten die überraschend positiv ausgefallenen US-Produktionszahlen des verarbeitenden Gewerbes wieder aufhoben und sich die Attraktivität der amerikanischen Währung als Safe-Haven somit bedeutend steigerte. Als Ergebnis dessen beendete der USD den gestrigen Handelstag zum EUR mit einem Plus von 150 Punkten bei 1,4216. Auch zum GBP machte der Dollar Boden gut und schloss hier bei 1,6155.
Der EUR-Kurs bewegte sich gestern minimal. Zuvor erreichte Gewinne lösten sich schnell wieder auf, nachdem deutlich wurde, dass die Produktionszahlen der Fertigungsindustrie in der Eurozone im Monat August nach wie vor rückläufig sind. Anleger fürchteten demzufolge, dass die globale Wirtschaftskrise trotz aller jüngst positiv ausgefallenen Konjunkturdaten nicht zu Ende sei.
Zum USD verlor der EUR an Boden und drückte das Währungspaar bis auf die Marke von 1,4220. Insgesamt konnte der EUR trotz positiver Entwicklungen des Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) in der Eurozone und einem geringeren Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland als befürchtet, keinen Kursgewinn markieren.
Der JPY verzeichnete gestern einen zinsbullischen Handelstag und gewann gegenüber den meisten seiner Währungsgegner. Ein neues 7-Wochen-Hoch erreichte Japans Währung gegenüber dem US-Dollar, angesichts Spekulationen um überbewertete Leitindizes, die die Nachfrage nach der verhältnismäßig „sicheren“ japanischen Währung stützten.
Der Yen erzielte die deutlichen Kursgewinne gegenüber der US-amerikanischen Währung, nachdem der angeschlagene Kreditgeber CIT Group mitteilte, dass Zinszahlungen für Anleihen vorübergehend eingestellt werden.
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