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27.05.2012 05:29 GMT
   
 
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FOKUS 2-Anleger nehmen Gewinne mit - Dax fällt zum Quartalsende

Von   |  Aktien  |  30.09.2011 13:49 GMT  |  Ein Kommentar hinzufügen
 

(Neu: US-Börsen, US-Daten, Hugo Boss)

* Schlechtestes Quartal für den Dax seit neun Jahren

* Konjunkturdaten können Börsen nicht unterstützen

* Aktien der Deutschen Bank unter Druck

Frankfurt, 30. Sep (Reuters) - Wie so oft im dritten Quartal haben Aktienanleger auch am Freitag einen weiten Bogen um Aktien gemacht. Stattdessen strichen sie die Gewinne der Woche ein, nachdem allein der Dax bis Donnerstag gut acht Prozent zugelegt hatte. Am Freitagnachmittag notierte der deutsche Leitindex 3,3 Prozent niedriger bei 5453 Punkten, der Euro-Stoxx50 verlor 2,2 Prozent. Nach der Zustimmung des Bundestages zur Aufstockung des Euro-Rettungsschirmes EFSF am Donnerstag schaue man jetzt wieder verstärkt auf die Konjunktur, sagte ein Händler. "Nach der Euro-Angst kommt jetzt die Rezessionsangst zurück."

Vor allem die Furcht vor einer wirtschaftlichen Abkühlung und einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise vermieste den Investoren im zu Ende gehenden Quartal die Stimmung und trieb sie aus Aktien heraus. Dax, EuroStoxx50, der französische CAC40 , der britische FTSE und der spanische Ibex verzeichneten die größten Quartalsverluste seit neun Jahren. Dieser Kursverfall schmälerte den Börsenwert allein der im EuroStoxx50 gelisteten Konzerne um 424 Milliarden Euro.

Einen Dämpfer verpassten dem Markt am Freitag Konjunkturdaten aus Deutschland, Frankreich und China. Die deutschen Einzelhändler verzeichneten im August den stärksten Umsatzeinbruch seit mehr als vier Jahren. Die französischen Konsumausgaben fielen niedriger aus als erwartet und in China schrumpfte die Industrie den dritten Monat in Folge. "Das deutet alles darauf hin, dass sich die Verbraucher eher zurückhalten", kommentierte der Händler. Auch in den USA stiegen die Konsumausgaben im August kaum noch. Die Indizes an der Wall Street verzeichneten zur Eröffnung deutliche Verluste.

Die Angst vor einer schwächelnden Nachfrage drückte unter anderem die Aktien von Luxusgüterkonzernen. In Paris gaben LVMH 4,9 Prozent nach, in der Schweiz verloren Swatch ebenso wie Burberry in London über sieben Prozent. Im MDax gaben Hugo Boss 9,4 Prozent nach. Die im Dax gelisteten Autowerte standen ebenfalls weit oben auf der Verliererliste. BMW rutschten um 6,9 Prozent ab, Volkswagen gaben 4,7 Prozent nach, Daimler büßten 4,3 Prozent ein. "Das ist auch die Furcht vor einer Rezession in Europa, die hier mitschwingt. Davon wären die Autohersteller natürlich als erste betroffen", sagte ein Händler.

Im Dax kamen zudem die Aktien der Deutschen Bank mit einem Abschlag von 6,8 Prozent unter die Räder. Ein Händler verwies auf eine Reuters-Meldung vom Vortag, die Deutsche Bank werde Experten zufolge ihr Gewinnziel für dieses Jahr in der kommenden Woche kassieren. "Das Ziel war schon sehr ambitioniert und viele Analysten haben ohnehin nicht mehr damit gerechnet", sagte er. (Reporter: Tom Körkemeier und Myria Mildenberger; redigiert von Hans Seidenstücker)


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