Forexpros – der amerikanische Dollar ist am Freitag stark gegenüber dem Yen gesunken, nachdem die Notenbank andeutete, dass sie eine weitere Runde quantitativer Lockerungen in Erwägung zieht und nachdem leicht schwächer als erwartete US Daten über das Wachstum im vierten Quartal veröffentlicht wurden.
USD/JPY kam am Mittwoch mit 78.27 auf den höchsten Wert des Paares seit 29. November; das Paar konsolidierte danach gegen Ende des Handels am Freitag bei 76.67, ein Verlust von 0.36% über die Woche verteilt.
Das Paar fand möglicherweise kurzzeitige Unterstützung bei 76.54, dem Tief vom 17. Januar und Widerstand bei 77.30, dem Hoch vom 20. Januar.
Das Greenback kam am Donnerstag unter starken Verkaufsdruck, nachdem dem Notenbank-Chef Ben Bernanke den Zeitpunkt für eine mögliche Zinserhöhung auf Ende 2014 verlegte und andeutete, dass die Bank eine dritte Runde quantitativer Lockerungen einleiten könnte.
Bei einer Pressekonferenz nach der Zinsentscheidung sagte der Notenbank-Chef Ben Bernanke, dass die Politikmacher sich „auf weitere monetäre Lockerungen“ einstellen und fügte hinzu, dass das Programm zum Kauf von Schuldverschreibungen „eine Option ist die mit Sicherheit auf dem Tisch liegen wird“.
Das Greenback erweiterte am Freitag die Verluste, nachdem offizielle Daten zeigten, dass die US Wirtschaft im vierten Quartal 2011 langsamer als erwartet gestiegen ist.
Das Handelsministerium gab bekannt, dass sich das Bruttoinlandsprodukt in den letzten drei Monaten bis Dezember um 2.8% erweiterte, was der größte Zuwachs in 1.5 Jahren war, doch weniger als die Erwartungen eines Anstiegs von 3%.
Das Greenback ist am Mittwoch auf ein 2 Monatshoch gegenüber dem Yen gestiegen, nachdem offizielle Daten zeigten, dass Japan das erste jährliche Handelsdefizit seit 31 Jahren verzeichnete, als sich das Erdbeben und der Tsunami im März stark auf den Yen auswirkten und auch für steigende Rohstoffpreise sorgten, was sich wiederum auf die Exporte auswirkte.
Die Bank von Japan gab in seinem monatlichen Bericht bekannt, dass die Exporte des Landes sich womöglich moderat erweitern werden, da die Erholung in den USA und der Eurozone an Geschwindigkeit zunimmt.
Die Nachfrage an sicheren Hafen erhielt Unterstützung als Verhandlungen zwischen Griechenland und den Geldgebern bezüglich eines Swapgeschäfts am Freitag fortgeführt wurden und Fortschritte erzielt und Anzeichen vernommen wurden, dass die beiden Parteien eine Vereinbarung treffen werden.
Eine Übereinstimmung ist nötig, damit sich Griechenland das nächste Rettungspaket sichern kann und einen Bankrott vermeiden kann. Griechenland verfügt nicht über ausreichendes Kapital um eine Rückzahlung in Höhe von 14.5 Milliarden EUR zu tätigen, die am 20. März fällig wird.
In den kommenden Wochen werden Investoren die Entwicklungen in Griechenland genau untersuchen, sowie die Ergebnisse des EU Gipfeltreffens abwarten. Am Montag wird Italien eine Auktion lang-zeitiger Schuldverschreibungen abhalten, die als wichtiger Test für die Nachfrage für das verschuldete Land gilt.
Zudem wird die USA Daten über das Wachstum der produzierenden und Dienstleistungssektoren veröffentlichen, während am Freitag die Daten über nicht-landwirtschaftliche Gehälter eine wichtige Einschätzung für die Erholung auf dem Arbeitsmarkt sein werden.
Noch vor der kommenden Woche hat Forexpros eine Liste dieser und weiterer signifikanter Ereignisse zusammengestellt, welche die Märkte beeinflussen könnten.
Montag, 30. Januar
In den USA wird das Amt für wirtschaftliche Analyse einen Bericht über den Preisindex der persönlichen Kern-Konsumausgaben veröffentlichen, gefolgt von Daten über persönliche Ausgaben, welche einen Großteil der gesamten wirtschaftlichen Aktivitäten ausmachen.
Dienstag, 31. Januar
Japan wird einen offiziellen Bericht über Haushaltsausgaben erstellen, sowie präliminäre Daten über die industrielle Produktion, ein wichtiger Indikator für wirtschaftliche Gesundheit.
Die USA wird Regierungsdaten über die Inflation der Angestelltenkosten veröffentlichen, eine wichtige Einschätzung für die Konsumenteninflation. Danach folgen industrielle Daten über die Immobilienpreisinflation und dem Einkaufsmanagerindex in Chicago. Das Land wird zudem Daten über das Konsumentenvertrauen veröffentlichen.
Mittwoch, 1. Februar
Japan wird Regierungsdaten über durchschnittliche Gehälter erstellen.
Die USA wird industrielle Daten über Änderungen der nicht-landwirtschaftlichen Angestelltenverhältnisse veröffentlichen, ein wichtiger Indikator für Konsumausgaben.
Das Land wird zudem einen Bericht durch das Institut für Angebotskontrolle über die produzierenden Aktivitäten veröffentlichen, gefolgt von Regierungsdaten über Rohölbestände.
Donnerstag, 2. Februar
Die USA wird Regierungsdaten über die Angestelltenverhältnisse erstellen, sowie präliminäre Daten über die Produktivität der nicht-landwirtschaftlichen Sektoren und Arbeitskosten. Der Notenbank-Chef Ben Bernanke wird etwas später am Tag vor dem Komitee für Immobilienbudgets seine Aussagen über die wirtschaftlichen Aussichten und das Guthaben der Notenbank tätigen.
Freitag, 3. Februar
Die USA rundet die Woche mit offiziellen Berichten über Änderungen der nicht-landwirtschaftlichen Angestelltenverhältnisse und Daten über die Arbeitslosigkeitsrate des Landes ab. Das Land wird zudem offizielle Daten über durchschnittliche Stundenlöhne und Fabrikbestellungen veröffentlichen, sowie einen Bericht durch das Institut für Angebotskontrolle über die Aktivitäten des Dienstleistungssektors.
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