Der deutsche Aktienmarkt ist vorerst nicht in der Lage an die imposante Aufholjagd der letzten Handelstage anzuknüpfen. Am heutigen Tag prägen vor allem Gewinnmitnahmen das Kursgeschehen. Zudem rückt nach der Rallye des gestrigen Tages wieder die Sorge vor einer globalen Konjunkturabschwächung in den Vordergrund. Die jüngsten Konjunkturdaten aus China und den USA streuen Sand ins Getriebe. Im November ist der chinesische Industriesektor zum ersten Mal seit knapp 3 Jahren wieder geschrumpft. In den Vereinigten Staaten klettert wiederum die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, entgegen den Erwartungen, auf über 400.000. Und auch die Schuldenkrise, sei es die europäische oder die US-amerikanische, bleibt nach der Gemeinschaftsaktion der Zentralbanken weiterhin ungelöst. In Frankreich und Spanien sorgten zwar positiv verlaufene Anleihe-Auktionen für etwas Entspannung an den europäischen Rentenmärkten - die Nachfrage fiel durchaus zufriedenstellend aus - jedoch wurde die Entwicklung von Aussagen seitens EZB Boss Mario Draghi getrübt, der ausdrücklich vor einem gestiegenen, konjunkturellem Abwärtsrisiko im Euroraum warnte. Nichts desto trotz sehen Experten für den Dax noch Luft nach oben. Vor diesem Hintergrund sei es aber wichtig, die psychologisch wie technisch signifikante Kursmarke von 6.000 Zählern zu behaupten, heißt es aus dem Handel. Selbiges treffe auch auf den Dow zu: Hier gelte es den Support von 12.000 Punkten zu verteidigen.
Am späten Nachmittag weist der Deutsche Aktienindex bei aktuell 6.052 Zählern ein Minus von 0,6 Prozent aus. Der Euro Stoxx verliert 0,4 Prozent auf 2.321 Punkte. Die Europäische Gemeinschaftswährung verbucht bei derzeit 1,3470 US-Dollar einen Aufschlag von 0,2 Prozent. Der US-Leitindex DowJones liegt bei aktuell 12.012 Punkten 0,3 Prozent hinten. Der breiter aufgestellte S&P verliert 0,2 Prozent auf momentan 1.244 Treffer. Gold notiert mit einem Preis von 1.749 US-Dollar pro Unze weitestgehend unverändert.
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