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27.05.2012 07:16 GMT
   
 
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Wochenbericht 10. Januar 2010

Von   |  Technische Analyse  |  10.01.2010 00:00 GMT  |  Ein Kommentar hinzufügen
 
Die erste Woche des neuen Jahrs war positiv für die Wertpapiermärkte weltweit, der S&P 500 Index schloss um 2,68% höher. Der FTSE 100 stieg um 2% an, und der Nikkei erzielte einen Gewinn von 1,25%. In der Woche gab es viele Wirtschaftsdaten, die die Händler dazu zwangen, die neuen Informationen zur Wirtschaftslage zu absorbieren.

Die Woche fing positiv an, als die Eurozone einen soliden Wert für den europäischen Herstellungs-EMI vorlegte. Für die Eurozone war die Schlagzeile mit 51,5 ein neuer Höchststand für die letzen 21 Monate, dieser Wert war auch besser als erwartet. Auch wenn sich das Aufwärtsmomentum eventuell verlangsamt, schlugen Frankreich und Italien die Erwartungen, während Deutschland unverändert war und sich Spanien leicht verschlechtert hatte. Darauf folgte ein besser als erwarteter ISM-Index, der Wirtschaftsindikator des verarbeitenden US-Gewerbes.

Die verarbeitende Industrie in den USA schloss 2009 mit einem Hoch, was von einer verbesserten Produktion und mehr Aufträgen unterstützt wurde. Der ISM-Index stieg von 53,6 im November auf 55,9 im letzten Monat. Die Wirtschaftsfachleute hatten einen Wert von 54,9 für Dezember vorausgesagt. Man darf nicht vergessen, dass ein Wert über 50 Expansion bedeutet.

Weiterhin wuchs der herstellende Sektor im fünften laufenden Monat im Dezember, als der EMI-Index auf 55,9 anstieg, dem höchsten Wert seit April 2006, als er bei 56 lag, so Norbert Ore, dem Verantwortlichen für die ISM-Berichte. Der ISM-Wert für neue Aufträge stieg im letzten Monat von 60,3 im November auf 65,5 an, während der Produktionsindex von 59,9 auf 61,8 anstieg. Beide Indices legen nahe, dass Aufträge und Produktion im Dezember stark angestiegen waren.

Die Beschäftigungszahlen im Produktionsbereich wiesen auch eine leichte Verbesserung auf. Der Index lag im Dezember bei 52,0, verglichen mit 50,8 im November. Der Index für Lagerbestände lag bei 43,4, verglichen mit 41,3 im November. Die starke Inanspruchnahme der Lagerbestände beeinträchtigte für die meiste Zeit dieser Rezession ein echtes Wachstum des Bruttoinlandproduktes. Dieses Aufstocken der Lagerbestände dürfte stark zum BIP-Wachstum im vierten Quartal von 2009 beigetragen haben.

Immobiliendaten standen am Dienstag im Mittelpunkt des Interesses. Der Index der nationalen amerikanischen Wohnungsbaugesellschaft für bevorstehende Verkäufe von Gebrauchtimmobilien fiel um 16 % auf 96,0 im November, nachdem er im Oktober auf einen bereinigten Wert von 114,3 angestiegen war. Dies war der erste Verfall in 10 Monaten und ist mehr als dreimal so stark, als Analysten erwartet hatten. Diese hatten nur einen Abfall um 5 % erwartet.

Immobilienexperten erwarten, dass Verkäufe ansteigen werden, nachdem die Regierung unlängst ihr Steuerkreditprogramm für Immobilienkäufer erweitert hat. Aber es wird mindestens noch bis Anfang Frühling dauern, bevor man einen bemerkbaren Anstieg der Verkaufszahlen sehen wird, kommentierte Lawrence Yun, der leitende Ökonomist der NAR, der Wohnungsbaugesellschaft. Der Index der Gesellschaft war im November um 15,5 % höher als die 83,1, die er im Vorjahr hatte.

Der Rest der Woche war von einer leichten Konsolidierung charakterisiert, als sich die Investoren auf die Ergebnisse vom Freitag vorbereiteten. Am letzten Tag der Handelswoche veröffentlichte das Arbeitsministerium die US-amerikanischen Beschäftigungszahlen. Im Dezember 2009 waren die Arbeitsplätzeverluste in den USA höher als erwartet gewesen, die Arbeitslosenrate liegt immer noch bei ganzen 10 %, was darauf hindeutet, dass sich der Arbeitsmarkt noch nicht erholt hat. Die Daten für November 2009 zeigten, dass die US-Wirtschaft zum ersten Mal seit dem Beginn der Rezession vor zwei Jahren neue Arbeitsplätze schaffen konnte. Laut dem Arbeitsministerium fiel der Non-Farm Payroll-Wert im letzten Monat um 85.000, verglichen mit einem saisonbereinigten Anstieg um 4000 im November. Die Marktteilnehmer hatten eine Senkung um nur 10.000 erwartet. Die Zahlen für November wiesen ursprünglich eine Absenkung um 11.000 Beschäftigte auf. Die Arbeitslosenrate, kalkuliert auf der Basis einer Umfrage von Haushalten und nicht Unternehmen, lag auch im Dezember bei 10 %, dem gleichen Wert wie im Vormonat. Wirtschaftsfachleute hatten erwartet, dass die Arbeitslosenrate auf 10,1 % ansteigen wird.

Devisenhandel

Das Pfund war in dieser Woche in der Defensive, denn die Händler mussten eine Menge wirtschaftlicher Informationen verarbeiten. Britische Daten waren gemischt, denn die Zahlen für den Dienstleistungssektor lagen wie erwartet bei 56,8 für Dezember. Landesweit fiel das Verbrauchervertrauen im Dezember von 74 im November auf 69 im Dezember, verglichen mit den 72, die erwartet worden waren. Der Geldpolitikausschuss der Bank of England behielt sein Anleihenaufkaufprogramm bei £200 Millionen ($320,44 Milliarden) und die Zinssätze bei 0,5 %. Die Beibehaltung der Zinssätze war allgemein erwartet worden. Wirtschaftsfachleute glaubten, dass es bei den Anleihenankäufen oder dem Leitkurs in absehbarer Zukunft keine Änderung geben würde. Der Leitkurs liegt schon seit 11 Monaten bei einem Rekordtiefs. Bis heute hat die Bank of England Wertpapiere im Wert von £193 Milliarden gekauft. Von einem technischen Standpunkt aus betrachtet bewegte sich das Paar GBP/USD durch seinen 200-tägigen Bewegungsdurchschnitt bei $1,61, einem Niveau, das seinem Widerstand werden könnte.


Die Möglichkeit, dass die australische Zentralbank ihre Zinsen stark anheben wird, kommt wieder ins Bild, nachdem die Wirtschaft bessere Verkaufszahlen im Einzelhandel vorlegte als erwartet und auch das Handelsdefizit geringer als erwartet war. Die Verkaufszahlen im Einzelhandel stiegen am stärksten für die letzten acht Monaten an oder um 1,4 % verglichen mit dem Vormonat; es waren nur 0,3 % erwartet. Das Handelsdefizit in Australien senkte sich auf AUD 1,7 Milliarden, verglichen mit den erwarteten AUD 1,8 Milliarden. Diese Zahlen lösten Kommentare aus, dass das Defizit schrumpfen könnte, denn globales Wachstum fördert Exporte. Die Daten folgten auf die höher als erwartete Zahl von Baugenehmigungen am Dienstag, dies legt nahe, dass die steigenden Darlehenskosten und das Auslaufen der staatlichen Förderprogramme dem Verbraucher- oder dem Immobilienmarkt keinen Dämpfer verpasst haben. Die Stärke von AUD/USD kam wieder auf den Markt, nachdem das Paar wieder über 92 Cent gestiegen war. Von einem technischen Standpunkt aus betrachtet wird dieses Paar jetzt über der Trendlinienunterstützung, aber knapp unter dem Haupt Widerstand gehandelt.


Die kommende Woche

Nächste Woche werden die Marktteilnehmer die japanische Handelsbilanz und die laufenden Konten am Montag beobachten, darauf folgen Werte von Kreditvergaben für Investitionen und die Handelsbilanz aus Australien am Dienstag. Am Donnerstag werden australische Beschäftigungszahlen veröffentlicht werden. Allgemein wird eine Steigerung um 32.000 Arbeitsplätzen für Dezember erwartet. Darauf folgen die Zinssatzentscheidung der EZB und die Einzelhandelszahlen aus den USA. Heute erwarten viele, dass die EZB trotz der neusten Verbesserungen in der Eurozone nichts ändern wird. Die Woche wird mit den Verbraucherpreisen in EWWU, der Industrieproduktion und den Kapazitätsnutzungen in den USA und dem Verbrauchervertrauen in den USA enden.

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